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    Der Zaun einer Baustelle in Kiew als Sichtschutz des ukrainischen Patriotismus

            

     

    Unterbringung von gehörlosen Geflüchteten in Münster

     

    In der vergangenen Woche sind ca. 50 gehörlose geflüchtete Menschen in der Erstaufnahmeeinrichtung der Stadt Münster eingetroffen. Aufgrund der Gehörlosigkeit befinden sich diese Menschen in einer besonderen Situation, da die Kommunikation mit Hörenden auf der Flucht und bei der Aufnahme in Deutschland zusätzlich erschwert ist. Die  Beratungsstelle für hörbehinderte Menschen hat zusammen mit ehrenamtlichen gehörlosen Dolmetschenden, die sowohl die russische oder ukrainische als auch die deutsche Gebärdensprache beherrschen, die Erstaufnahmestelle der Stadt Münster bei der Aufnahme unterstützt. Diese Zusammenarbeit war wichtig, denn für die Kommunikation bei dem Aufnahmeverfahren werden zwei Dolmetschende benötigt. Eine hörende Person, die zwischen deutscher Lautsprache und deutscher Gebärdensprache dolmetschen kann und eine taube Person, die zwischen deutscher Gebärdensprache und russischer/ukrainischer Gebärdensprache dolmetschen kann.

     

    Besonders erfreulich ist, dass die Erstaufnahmestelle die Geflüchteten auf drei Unterkünfte verteilen konnte. Eine gemeinsame Unterbringung ist besonders wichtig, um den Austausch untereinander zu ermöglichen und nicht als einzige gebärdensprachlich Kommunizierende isoliert zu sein. Eine der Familien konnte mit ihren mitgebrachten Haustieren sogar privat untergebracht werden.

     

    Die Beratungsstelle ist Teil eines gut organisierten regionalen Netzwerks von gehörlosen und hörenden Helfenden, das gemeinsam die gehörlosen geflüchteten Menschen aus der Ukraine in Münster unterstützt.

     

    Das bundesweite Netzwerk „Deaf Refugees“ ist ein Netzwerk von Verbänden und ehrenamtlich Helfenden, welche taube Flüchtende unterstützen. Das Netzwerk ist erreichbar unter (zum Öffnen bitte auf den Link klicken):  https://www.deafrefugees.de/

     

     

     

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